06.2015 - Motorfahrzeug-Versicherungen

Einschränkung per 1. Mai 2015 beim Dienstwagengebrauch für Grenzgänger

Aufgrund einer neuen EU-Verordnung (Durchführungsverordnung Zollkodex, EU 2015/234), welche am

1. Mai 2015 in Kraft getreten ist, dürfen Grenzgänger aus der EU den Firmenwagen ihres Schweizer Arbeitgebers für private Fahrten innerhalb der EU nicht mehr verwenden.

Einkaufen auf dem Heimweg, ein Ausflug oder andere private Nutzungen sind nicht mehr gestattet. Um den privaten Gebrauch weiterhin möglich zu machen, müsste das Fahrzeug am Wohnort des Grenzgängers immatrikuliert werden. Die Kosten bei Nichteinhaltung dieser neuen Regelung betragen 20-30 Prozent des Fahrzeugwertes. Zusätzlich muss mit einem Strafverfahren gerechnet werden.

Aufgaben welche grenzübergreifend ausgeführt werden, sind in einem (neuen) Arbeitsvertrag festzulegen.

Die Regelung gilt sowohl für Angestellte wie auch für Selbstständigerwerbende, wobei letztere das Fahrzeug nicht einmal für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzen dürfen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei den zuständigen Zollbehörden im jeweiligen Aufenthaltsland Ihres Angestellten.

Sommerzeit - Ferienzeit

Vor der Fahrt an das gewünschte Reiseziel sind folgende Punkte dringend zu beachten: 

Grüne Karte

Obwohl seit mehreren Jahren in den meisten Teilen Europas das Kontrollschild als Beweis für eine bestehende Haftpflichtversicherung gilt, ist die Hinterlegung der Grünen Karte im Fahrzeug in einigen Staaten noch immer Pflicht. Ohne Vorlage kann der bereiste Staat sogar den Abschluss einer Grenzversicherung verlangen.

Daher sollten Sie folgende Punkte überprüfen: 

  • Ist die Karte noch gültig?
  • Ist das Landeskürzel des Ferienziels auf der Karte ersichtlich?

Sollten Sie eine neue Karte benötigen oder das bereiste Land darauf nicht ersichtlich sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Leuchtweste, Verbandskasten, Ersatzglühlampen, Feuerlöscher, Pannendreieck, Umweltplakette, CH-Kleber

Neben der obligatorischen Leuchtweste und dem CH-Kleber gelten in den europäischen Staaten verschiedene Vorschriften, welche Utensilien im Fahrzeug mitgeführt werden müssen. Daher empfehlen wir Ihnen, sich unter www.tcs.ch genauer über die befahrenen Länder und deren Verkehrsregeln zu informieren.

EU-Protokoll

Bei einem Sachschaden sollte mindestens das EU-Protokoll ausgefüllt und von allen Beteiligten unterzeichnet werden. Zu empfehlen ist jedoch, die Polizei mit einzubeziehen. Bei einem Personenschaden ist dies sogar Pflicht. Auf keinen Fall sollten Sie ein Dokument unterschreiben, dessen Inhalt Sie nicht verstehen oder die Schuld anerkennen.

Bitte melden Sie sich umgehend bei uns, sollte kein EU-Protokoll im Fahrzeug hinterlegt sein. Gerne senden wir Ihnen eines zu. 

Assistance

Vor Ihrer Abreise ist zu kontrollieren, ob für Ihr Fahrzeug eine Assistance-Versicherung abgeschlossen wurde. Womöglich ist diese Deckung bereits über das Servicepaket der Automarke, über die Autoversicherung oder zum Beispiel über den TCS vorhanden. Ansonsten ist ein separater Abschluss möglich. Im Falle einer Panne oder Unfalles wäre damit sichergestellt, dass Kosten für das Abschleppen, das Zurückführen oder einen Ersatzwagen nicht voll zu Lasten Ihres Portemonnaies gehen. Zu beachten ist, dass die versicherten Deckungen variieren können.

Gepäck

Um die Verletzungsgefahr durch herumfliegende Gepäckstücke zu verringern ist es wichtig, dass folgende Punkte beim Beladen des Fahrzeuges beachtet werden:

  1. schwere Gegenstände unten, möglichst nahe an den Rücksitzen
  2. leichte Gegenstände oben
  3. wenn die Ladung über die Oberkante des Rücksitzes hinausragt, sollte ein Sicherheitsnetz gespannt werden
  4. das Gesamtgewicht als auch die maximale Dachlast (sofern ein Dachträger benutzt wird) darf nicht überschritten werden.
Insassen-Sicherheit

Wie hier in der Schweiz besteht auch im Ausland die Gurtenpflicht. Ausserdem ist es wichtig, dass die normale Sitzhaltung während der Fahrt beibehalten wird, damit beim Öffnen des Airbags keine Verletzungen verursacht werden. Auch die korrekte Einstellung der Kopfstütze ist wichtig. Dies ist sichergestellt, wenn die Oberkante der Stütze gleich hoch ist wie die Oberkante des Kopfes. Der Hinterkopf muss ausserdem die Stütze berühren.

Um die Konzentration beizubehalten, sind während einer mehrstündigen Fahrt mehrere Pausen einzulegen.

Sicherheitsckeck

Vor der Abfahrt sollte das Fahrzeug noch fachmännisch überprüft werden. Dazu gehört unter anderem die Messung des Reifenluftdrucks, die Kontrolle des Kühlwassers, des Scheibenwaschmittels, der Bremsflüssigkeit, des Ölstands sowie der Heizung und der Klimaanlage.

Bei Fragen kommen Sie bitte auf uns zu - wir sind gerne für Sie da.

Schöne Ferien und gute Fahrt!

Kontaktperson

Konstantinos Pyromaglou

Leiter Motorfahrzeug-Versicherungen

Tel: +41 61 201 20 04
E-Mail